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Kategorie: Hobel
20.10.2015

Einzeltest: Dick Schichthobel Nr. 4

Hobeln wie ein Gentleman

Hobel Dick Schichthobel Nr. 4 im Test, Bild 1
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Kann man mit einem englischen Hobel aus einem rauen Gesellen einen Gentleman machen? Zumindest auf Bretter übertragen haben wir das ausprobiert.Die Firma Dictum bemüht sich seit Jahren nicht nur um edle japanische Werkzeuge, sondern hat auch ein breites Sortiment an Hobeln aus aller Welt im Angebot.

Darunter zahlreiche Hobel aus Metall. Ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben dabei die Hobel der Eigenmarke Dick. Wir haben mit dem Dick Bankhobel Nr. 4 ausgiebig Späne produziert.

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„Englische Hobel“



Gerade Heimwerker scheuen die Justierung der in Deutschland verbreiteten Holzhobel. Die Einstellung eines solchen Hobels per Hand und mit einem Hammer erfordert Feingefühl und ein wenig Erfahrung. Wer über den Großen Teich schaut oder auch nur über den Kanal, findet in Ländern mit angelsächsischen Handwerkstraditionen meist eine andere Bauform. „Englische“ Hobel haben einen Hobelkörper aus Eisen. Das Hobeleisen sitzt auf einem Schlitten, dem sogenannten Frosch. Hobeleisen und Spanbrecher werden von einer metallenen Klappe eingeklemmt. Diese stützt sich mit einer Schraube wiederum gegen den Frosch ab. Es gibt verschiedene Konstruktionen, um das Eisen zu fixieren. Allen gemeinsam ist, dass die Justierung des Eisens mithilfe von Schrauben und Hebeln erfolgt.

Ausstattung



Der solide Hobelkörper besteht aus Stahlguss. Sohlen und Wangen sind exakt rechtwinklig zueinander abgerichtet. Das Hobeleisen ist 3 mm stark und besteht aus SK4-Stahl mit einer Härte von 62 HRC. Front- und Hauptgriff bestehen aus heimischem Rotbuchenholz.

Auspacken



Nach dem Auspacken sollte zuerst das Öl entfernt werden, das als Korrosionsschutz reichlich auf die Metallteile des Hobels aufgetragen wurde. Dazu nimmt man den Hobel am besten auseinander. Dabei kann man sich gleich mit der Funktion der einzelnen Teile vertraut machen.

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Einrichtung



Das Eisen ist bereits gebrauchsfertig geschärft, kann aber für hohe Ansprüche noch einmal fein abgezogen werden. Dann wird der Hobel justiert. Das ist dank der beiliegenden Anleitung kein größeres Problem. Beim Einstellen fällt auf, dass sich bei der Verstellung der Maulöffnung auch die die Tiefe des Hobelmessers verändert und umgekehrt. Man muss also ein wenig mit beiden Verstellmöglichkeiten experimentieren, bis man die für den vorgesehenen Einsatz richtige Einstellung von Spandicke und Hobelmaulöffnung gefunden hat. Das ist aber bei fast allen Hobeln dieser Bauform so.

Praxis



Ist der Hobel einmal eingerichtet, macht das Hobeln richtig Spaß. Dank der harten Klinge und der präzisen Einstellmöglichkeiten lässt sich auch schwieriges Holz gut hobeln. Besonders, da der verhältnismäßig schwere Hobelkörper satt über das Holz gleitet und einen soliden Durchzug ermöglicht. Kritik gibt es aber für die insgesamt recht zierliche Konstruktion. Für kräftige Hände ist der Griff zu klein und der Zeigefinger stößt beim Arbeiten unangenehm gegen die Rückseite des Hobeleisens bzw. den Hebel der Lateralverstellung. Hier ist es Sinnvoll, den Zeigefinfer quasi als "Führungsfinger" seitlich an das Hobeleisen zu legen. Für die restlichen drei Finger bietet der Griff dann genügend Platz. Einen weiteren Kritikpunkt teilen alle Hobel dieser Bauart: Ist die Maulöffnung recht eng eingestellt, können sich hinter dem Hobeleisen Späne verfangen.

Fazit

Ein schön und hochwertig gemachter Metallhobel, mit dem das Hobeln Spaß macht und mit dem sich sehr gute Ergebnisse erzielen lassen.

Preis: um 85 Euro

Hobel

Dick Schichthobel Nr. 4

Oberklasse

3.5 von 5 Sternen

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Ausstattung

 
Vertrieb Dictum, Metten 
Hotline 0991 9109-100 
Internet www.mehr-als-werkzeug.de 
Länge 250 mm 
Eisenbreite 51 mm 
Gewicht 2250 g 
Klasse Oberklasse 
Preis/Leistung sehr gut 

Bewertung

 
Hobeln von Hartholz 30%
Hobeln von Weichholz 30%
Bedienung 30%
Ausstattung 10%

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