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Kategorie: Sonstige Handwerkzeuge
20.10.2015

Vergleichstest: Fünf Kleistermaschinen im Praxistest

Angeschmiert - oder gut eingekleistert?

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Jörg Ueltgesforth
Jörg Ueltgesforth

Die Zeit zwischen den Feiertagen wird erfahrungsgemäß gerne für Renovierungs arbeiten genutzt. Tapezieren steht dann bei vielen Heimwerkern ganz oben auf der Prioritätenliste.

Ein beliebtes Werkzeug sind dabei Kleistergeräte. Auf den folgenden Seiten können fünf gängige Kleistermaschinen im Praxistest ihre Talente beweisen.
Tapezieren – für den einen eine der leichtesten Aufgaben, für den anderen das blanke Entsetzen. Damit die Entsetzten weniger geschockt werden und die Könner noch schneller zum Erfolg kommen, werden viele sinnvolle und sinnvoll erscheinende Hilfsmittel angeboten. Eines davon sind Kleistergeräte. Mit deren Hilfe sollen gleich mehrere Tapezierprobleme auf einmal beseitigt werden. Gleichmäßiger Kleisterauftrag auf der gesamten Fläche, auch an Rändern und Ecken, sparsamer Umgang mit Kleister sowie saubere Hände und sauberer Tapeziertisch.

So funktioniert das Ganze



Ursprünglich für den professionellen Einsatz entworfen, sollten Kleistermaschinen stabil, einfach zu bedienen und wartungsarm sein. Weitere wichtige Punkte sind leichte Reinigung und Korrosionsbeständigkeit, denn schließlich ist Wasser der Grundstoff jeden Kleisters. Die Technik einer Kleistermaschine besteht nur aus wenigen Bauelementen: Wanne, Kleisterrolle, Deckel mit Führungs- und Umlenkrolle und dem Tapetenrollenhalter. So ausgestattet ist die Maschine an sich voll funktionsfähig. In der Regel haben die Hersteller aber noch mindestens eine in den Deckel integrierte Schnittkante angebracht, entlang derer die Tapete gerade abgeschnitten werden kann.

Worauf Sie achten sollten



Korrosion ist eigentlich nur bei Billiggeräten zu befürchten, aber die kaufen Sie als Leser dieses Magazins ja eh nicht. Die getesteten Geräte besitzen widerstandsfähige Wannen aus Kunststoff, Edelstahl oder hochwertig lackiertem Stahlblech. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Einstellvorrichtung für die aufgetragene Kleistermenge. Hierfür wird entweder durch Verschieben der Kleisterrolle oder des Abstreifbleches der Luftspalt zwischen den Bauteilen verändert. Bei den getesteten Geräten finden beide Methoden Verwendung. Für die Befestigung der Maschine am Tapeziertisch finden mit einer Ausnahme Klemmverbindungen Verwendung. Diese erscheinen auf den ersten Blick alle ein wenig unterdimensioniert. Bei der Arbeit zeigt sich aber, dass die Klemmen eigentlich gar nicht erforderlich sind, da das Kleistergerät allein durch sein Gewicht an Ort und Stelle bleibt, die Klemmen dienen also mehr der psychologischen Beruhigung als der mechanischen Sicherheit. Letzter und unserer Meinung nach sehr wichtiger Punkt ist die Reinigung des Gerätes. Hier sollten Sie darauf achten, dass die Maschine möglichst weit zerlegt werden kann, denn der Kleister sitzt nach der Arbeit in jeder Ecke, und wie es sich für Klebstoff gehört, ist er nicht immer leicht zu entfernen. Die Reinigung an sich ist ganz einfach, gründlich duschen genügt. Da bei einer guten Maschine alle Teile aus nicht rostenden Materialien bestehen, sind weitere Pflegearbeiten wie Fetten oder Ölen von Gelenken und Wellen nicht erforderlich.
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