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Kategorie: Astscheren
20.10.2015

Vergleichstest: Gartenscheren im Vergleich

Gut abgeschnitten

3625
Gerd Seibring
Gerd Seibring

Ursprünglich sollten nur Bypassscheren in diesem Testfeld antreten. Um jedoch Unterschiede bei den Scherenarten darstellen zu können, haben wir noch zwei Ambossscheren dazugenommen.

Natürlich nicht in direktem Vergleich, da sie andere Aufgaben zu erfüllen haben.

Gartengeräte Rosen, Weinreben oder andere frische Gehölze, die zur Pflege beschnitten werden, sind empfindlich und brauchen saubere Schnitte, um keinen Schaden zu nehmen. Hier ist das Einsatzgebiet von Bypassscheren. Bei ihnen bewegt sich die Schnittklinge, wie bei Papierscheren, an der Gegenklinge vorbei. Wird die Schnittklinge zur Pflanzenseite hin geführt, bleibt der verbleibende Ast ungequetscht. Bei Ambossscheren trifft die Schneide auf eine ebene Fläche wobei beide Seiten des Schnittes gequetscht werden und so eine unnötige Vergrößerung der Schnittwunde stattfindet. Da bei Ambossscheren im Regelfall höhere Schnittkräfte übertragen werden, eignen sich diese besonders für Schnitte an Trockenholz.

Sonderformen



Neben den Scheren mit feststehenden Klingen gibt es Ausführungen, bei denen die schneidende Klinge mit einer Übersetzung angetrieben wird. Dies kann über ein Ratschenprinzip, ein Getriebe oder eine Rollenführung geschehen. In beiden Fällen wird die Schnittkraft deutlich erhöht. Einen anderen Weg geht der Rollgriff. Bei ihm dreht sich der Griff außermittig im Fingerbereich, was zum einen die Finger schont und zum anderen den Weg des Griffes verlängert, was auch zu einer Verstärkung der Schnittkraft führt. 

Richtiger Schnitt



Neben der Qualität der Schere spielt die korrekte Schnittführung eine entscheidende Rolle für die Gesundheit der Pflanze. Liegt der Schnitt zu weit entfernt vom tragenden Ast oder Stamm, entsteht ein Stumpf, der zu weit vom Saftfluss entfernt ist, um durch Überwallung gegen Schädlinge abgeschlossen werden zu können. Es bleibt eine offene Wunde. Wird er jedoch zu nahe am Ast oder Stamm geführt, entsteht eine unnötig große Wunde. Damit beim Lösen des Astes die Rinde nicht vom Stamm gezogen wird, sollte nicht unter Last geschnitten werden, sondern schrittweise zum Stamm hin.  
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