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Kategorie: Hobel
20.10.2015

Vergleichstest: Wo gehobelt wird, herrscht Freude!

6 Handhobel im Vergleich

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Dr. Martin Mertens

Hobeln gehört sicher mit zu den schönsten Tätigkeiten, die bei der Arbeit mit massivem Holz anfallen. Vorausgesetzt, man hat einen guten Hobel.

Wir haben aktuelle Doppelhobel zum Vergleich eingeladen.
Das sausende Geräusch, wenn die Klinge über das Holz gleitet und einen feinen Span abträgt, der sich zur Hobellocke ringelt, der Geruch, den frisch gehobeltes Holz verströmt und vor allem die Holzoberfläche, die sich zeigt, wenn sägeraues Holz mit dem Hobel geglättet wird – hobeln ist eine sehr sinnliche Angelegenheit. Mit jedem Hobelzug entwickelt man sein Gefühl für den Hobel und das Holz, das man bearbeitet, weiter. Wer es sich leisten kann, bei der Arbeit mit Massivholz auf Handwerkzeuge zurückzugreifen, sollte sich das gönnen. Man lernt viel, es macht Freude und es ist ressourcenschonend, weil man weder Strom verbraucht noch mit Maschinen arbeitet, die irgendwann einmal zum Elektroschrott gehören werden. Ein guter Handhobel ist etwas zum Vererben.      

Unser Testfeld


Für unseren Test haben wir uns für eine recht universell verwendbare Bauform entschieden, den Doppelhobel. Er liegt, was den Abtrag und die Oberflächengüte betrifft, zwischen dem Schlichthobel, der für höheren Abtrag ausgelegt ist, und dem Putzhobel, der vor allem eine besonders hohe Oberflächengüte liefert. Üblicherweise liegt die Breite des Hobelmessers hier zwischen 45 mm und 50 mm, die Sohlenlänge beträgt 240 – 260 mm und der Schneidwinkel des Hobels beträgt 45°. Die Maulöffnung ist bereits sehr fein und ein Doppelhobel hat einen Spanbrecher, also ein zweites Eisen, das ihm den Namen gegeben hat. Das Maul ist schon vergleichsweise eng, um eine feine Spanabnahme und eine gute Oberfläche zu erzielen.     

Holzhobel


Für den Test konnten wir zwei Hobel mit Holzkörpern und traditioneller Keil-Befestigung des Eisens gewinnen. Dazu kommen vier Hobel mit Metall-Hobelkörpern. Die kurzen, nach frühen Stanley-Modellen „Nr. 4“ genannten Hobel werden meist als Putzhobel bezeichnet. Mit einem Schnittwinkel von 45° und einer verstellbaren Maulweite sind sie letztendlich mit hölzernen Doppelhobeln vergleichbar.    


So testet Heimwerker Praxis


Handhobel Im Vordergrund unserer Tests stehen natürlich die Arbeitsergebnisse beim Hobeln. Hier bewerten wir, wie gut die Hobel Hartholz und Weichholz in Faserrichtung hobeln. Dazu kommt, wie sie mit Ästen und wildwüchsigen Stellen zurechtkommen. Auch wie sie Stirnholz auf der Hobellade hobeln, bewerten wir. Zusätzlich fließen Ergonomie, Bedienung und Qualität in die Bewertung ein.     

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