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Kategorie: Innenfarben-Wand
20.10.2015

Vergleichstest: Vier hochdeckende weiße Wandfarben im Vergleich

Der Klassiker

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Jörg Ueltgesforth
Jörg Ueltgesforth

Weiße Wandfarbe ist quasi ein Selbstläufer im Baumarkt. Logisch, sie ist leicht zu verarbeiten und lässt auch Räume mit wenig natürlichem Lichteinfall hell und freundlich erscheinen.


Wer schon mit zwei Anstrichen ein gutes Ergebnis erzielen möchte, sollte ca. 30 Euro für den 10-Liter-Eimer investieren. Unsere Testkandidaten beweisen das. Es gibt zwar deutlich billigere Farben, diese enthalten aber fast immer weniger Farbpigmente und müssen deshalb mindestens in drei Schichten aufgetragen werden. Ob es lohnt, die Preisersparnis gegen einen deutlich erhöhten Arbeitsaufwand zu tauschen, muss jeder für sich entscheiden. Wir finden, dass unsere Testkandidaten ein sehr ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis haben. 

Fachbegriffe


Zur Auswahl der richtigen Farbqualität werden immer wieder ein paar Fachbegriffe genannt, deren Bedeutung wir hier kurz erklären: 

Deckkraftklasse:


Die Deckkraft-Klasse wird wissenschaftlich ermittelt. Dazu wird die Farbe in einer definierten Schichtdicke auf eine schwarz-weiß gemusterte Farbkarte aufgetragen. Die Abdeckung des Musters entscheidet über die Deckkraftklasse

 Klasse 1 über 99,5 % Abdeckung
 Klasse 2 mindestens 98 % Abdeckung
 Klasse 3 mindestens 95 % Abdeckung
 Klasse 4 unter 95 % Abdeckung Auch wenn die Unterschiede nicht sehr groß erscheinen, sind sie im direkten Vergleich sogar mit dem Auge deutlich erkennbar. 

Nassabrieb:


Der Nassabrieb wird in fünf Klassen unterteilt. Er ist Maß für die Haftung der trockenen Farbe auf Wand oder Decke.

 Klasse 1: kein Abfärben bei mechanischer Reinigung
 Klasse 2: auch scheuerbeständig genannt. Strapazierfähige Farbe geeignet für stark beanspruchte Flächen z. B. in Kinderzimmer, Flur oder Küche.
 Klasse 3: waschbeständig genannt, geeignet für normal beanspruchte Räume wie Wohn-, Schlaf- und Arbeitszimmer.
 Klasse 4 und 5: färben schon bei leichtem Wischen ab. Sie sind z.B. für untergeordnete Räume wie Keller oder Garagen geeignet.
Mit dem Wissen um die Fachbegriffe wird die Auswahl der richtigen Farbe deutlich einfacher. Jetzt müssen Sie sich nur noch für hochwertige Malerrollen entscheiden, denn es gibt kaum Arbeiten, bei denen die Auswahl des richtigen Werkzeugs so viel Einfluss auf das Endergebnis hat wie bei Maler- und Lackierarbeiten. Nichts ist schließlich so ärgerlich wie Rollenfusseln in der frisch gerollten Fläche. 

So testen wir


Wir bestellen unsere Testmuster frisch beim Hersteller. Für den Praxistest nutzen wir Feuchtraum-Gipskartonplatten (die grünen). Diese werden mit schwarzen Kontrastflächen versehen. So lässt sich die Deckkraft gut beurteilen. Darüber hinaus bewerten wir das Öffnen des Farbeimers sowie das Aufrühren der Farbe im Eimer. Beim Rollen achten wir auf die Spritzneigung der Farbe und auf das Gesamtbild der fertigen Fläche. Hier wird unter anderem bewertet, ob die Streich- bzw. Rollrichtung zu erkennen ist. Auch Umweltauszeichnungen und der Geruch der Farbe fließen in die Bewertung ein.
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