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News Kategorie: Handwerkzeuge
03.06.2015 16:54 Uhr

Zäh und wenig Reibung: Tivoly-Bohrer aus Titanium, Kohlenstoff und Stickstoff

Handwerkzeuge

Jochen Wieloch
Jochen Wieloch

Tivoly bringt einen neuen Bohrer auf den Markt, der durch eine hohe Zähigkeit, eine optimierte Härte und einen sehr niedrigen Reibungskoeffizienten überzeugen will.

Derzeit teilt sich der Markt der HSS-Spiralbohrer zwischen zwei Varianten auf: den günstigen rollgewalzten Bohrern und den geschliffenen Ausführungen mit Cobaltlegierung. Die erste Variante leistet nicht viel mehr im professionellen Bereich, als das Portemonnaie zu schonen. Die zweite eignet sich gut für Bohrvorgänge in Edelstahl. Doch viele Anwender kaufen cobaltlegierte Bohrer, obwohl sie eher selten Edelstahl bohren müssen. Und die Legierung erreicht nur mäßige Leistungen in Standardstählen.

Spezielle Beschichtung

Mit dem Furius bietet Tivoly jetzt nach eigenen Angaben einen Bohrer an, der hervorragende Leistungen in Standardstählen bis 950N/mm² vorweisen und ab und an bei Bohrungen in Edelstahl und Aluminium helfen soll. Eine sonst bis heute nur für Schruppfräser und Industrieteile verwendete Beschichtung wurde bei den in Frankreich hergestellten Bohrern adaptiert.

Das Rezept besteht aus Ti2CN (Titanium, Kohlenstoff und Stickstoff). Die Titanlegierung verleiht dem Bohrer seine Härte. Mit 3200 HV erreicht der Furius einen Wert, den sonst nur Cobaltbohrer erzielen. Der Kohlenstoff und der Stickstoff sorgen dafür, dass der Reibungskoeffizient extrem niedrig gehalten wird: Er liegt beim Furius bei 0,2, wo herkömmliche Bohrer dem Hersteller zufolge nur mit Mühe 0,6 vorweisen können.

Spezieller Schliff

Der Schliff des Bohrers wurde ebenfalls optimiert. Mit einer 135°-Spitze und einem Kreuzanschliff greift der Bohrer schnell und mühelos in den Stahl. Dies schont Kräfte: sowohl die der Anwender als auch die der Akkus bei den Maschinen. Die Angabe des Durchmessers ist so hoch auf dem Schaft des Bohrers eingraviert, dass sie durch das Bohrfutter nicht weggeschliffen werden kann. Zudem wird die Gravur doppelt gelasert.

Der Furius wird im Tivoly-eigenen Werk in Tours-en-Savoie in den französischen Alpen hergestellt und kann ab sofort auch in Deutschland bezogen werden. Er ist sowohl in 10er-Packungen erhältlich als auch einzeln verpackt. 19- und 25-teilige Sätze sind ebenfalls zu haben. Preise wurden nicht mitgeteilt.